Praxisplaner

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KDZ Praxisplaner

Die Analyse der aktuellen Lage der jeweiligen Gemeinde sowie die mittelfristige Leistungs- und Finanzplanung sind wichtige Instrumente zur Steuerung einer Gemeinde. Das KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung hat sich – mit Unterstützung der Bank Austria – das Ziel gesetzt, anwenderorientierte und praxisnahe Instrumente zur Analyse und Planung zu entwickeln und exklusiv den österreichischen Gemeinden und Städten kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Kommunale Vermögensbewertung

Kommunale Vermögensbewertung

Die neue Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung (VRV) verpflichtet alle österreichischen Städte und Gemeinden eine Vermögensrechnung zu führen. Darin sind alle Vermögensgegenstände zu erfassen, die jährliche Abschreibung auszuweisen und der jeweilige Buchwert zum Jahresende anzugeben. Eine Herausforderung im Zusammenhang mit der Einführung der Vermögensrechnung stellt die Bewertung des bereits vorhandenen Gemeindevermögens dar. Oftmals ist beispielsweise der Anschaffungswert nicht mehr bekannt oder auch das Errichtungsjahr. Hier soll der neue KDZ-Praxisplaner „Kommunale Vermögensbewertung“ unterstützend für die Städte und Gemeinden wirken. Der KDZ-Praxisplaner bietet eine einfache Möglichkeit der Erstbewertung von ausgewählten Vermögensobjekten einer Gemeinde, wenn nur wenige Informationen vorhanden sind. Mit Hilfe von bereits im Excel-Tool hinterlegten Referenzwerten kann eine Erstbewertung von verschiedenen Vermögensgegenständen vorgenommen werden.

KDZ-Quicktest

KDZ-Quicktest

Der KDZ-Quicktest ist ein Kennzahlenset, das einen schnellen Überblick über die finanzielle Situation einer Gemeinde zulässt. In den letzten Jahren hat er sich als vielfach erprobtes und nützliches Instrument zur Analyse von Gemeindehaushalten erwiesen, weil er ohne großen Aufwand zuverlässige Ergebnisse liefert. Der KDZ-Quicktest stellt eine Erweiterung des etablierten KDZ-Quicktests dar. Der KDZ-Quicktest ermöglicht mit demselben Aufwand eine noch präzisere Analyse. Wie gewohnt, wird auch beim KDZ-Quicktest der Haushalt nach den etablierten Kriterien Ertragskraft, Eigenfinanzierungskraft, finanzielle Leistungsfähigkeit und Verschuldung analysiert. Auch die gewohnten Kennzahlen (Öffentliche Sparquote, Quote freie Finanzspitze, Eigenfinanzierungskraft, Verschuldungsdauer und Schuldendienstquote) bleiben erhalten. Ergänzt wurden einige neue Kennzahlen und vor allem detailliertere Analyse- und Benchmarkingmöglichkeiten.

Erweiterter Haushalts-Check

Erweiterter Haushalts-Check

Seit einigen Jahren existiert in der kommunalen Praxis der Trend, Gemeindebetriebe als rechtlich eigenständige Betriebe nach dem Privatrecht auszugliedern (zum Beispiel als GmbH oder KG). Insbesondere für Investitionen im Bereich der Hoheitsverwaltung kann dies aus steuerrechtlichen Gründen vorteilhaft sein. Auch soll durch solche Ausgliederungen die Effizienz der Leistungserbringung gesteigert sowie zusätzliche Liquidität geschaffen werden. Die Gemeinden bleiben dabei in aller Regel (zumindest Mehrheits-)Eigentümer und übernehmen sehr oft auch Haftungen für Darlehen. Dafür werden die kommunalen Investitionen sehr oft in den ausgegliederten Betrieben durch Mietzahlungen oder Eigentümerzuschüsse finanziert. Im Gemeindehaushalt selbst scheinen aber weder die Einnahmen und Ausgaben des laufenden Betriebs, noch die Investitionen und Schulden der ausgelagerten Betriebe auf. Mit dem neuen KDZ-Praxisplaner Erweiterter Haushalts-Check wird ein rascher, möglichst einfacher und doch aussagekräftiger Überblick über die finanzielle Situation einer Gemeinde unter Berücksichtigung der ausgegliederten Betriebe geschaffen. Der Praxisplaner übernimmt dabei einen automatischen Transfer der doppischen Rechnungsabschlüsse der ausgegliederten Betriebe in einen Analyseraster der sich an der Logik des Voranschlags- und Rechnungsquerschnitts der Gemeinden orientiert.

Investitions- und Vorhabensplaner

Vorhabensplaner

Auch in Zeiten mit geringeren Einnahmen müssen Städte und Gemeinden weiterhin in ihre Infrastruktur investieren um die Lebensqualität zu erhalten. Je knapper die finanziellen Mittel desto umsichtiger muss die Planung dieser Investitionen erfolgen. Der Praxisplaner Investitionen und Vorhaben unterstützt dabei, die Investitionsplanung inklusive der Folgekosten aus Errichtung und Finanzierung in die mittelfristige Finanzplanung der Gemeinde einfließen zu lassen. So kann relativ einfach erkannt werden, welche finanziellen Spielräume für die Zukunft bleiben oder in welchem Ausmaß sie geschaffen werden müssen (z.B. durch Konsolidierung oder zusätzlicher Finanzierung durch Fremdkapital).

Finanzen: Bonitäts- und Risikoanalyse/Umlagenplaner

Finanzen

Die Bonitäts- und Risikoanalyse ist ein Instrument zur Analyse und Planung der finanziellen Situation einer Gemeinde. Dabei wird den Gemeinden und Städten die Möglichkeit gegeben, ihre eigene Finanzlage zu bewerten und sich an Referenzwerten zu orientieren. Hierzu erfolgte die Definition von Kriterien und Indikatoren zur Beurteilung der Finanzlage der jeweiligen Gemeinde auf Basis des Rechnungsquerschnitts. Neben dem Praxisplaner werden auch ergänzende Unterlagen (z.B. Interpretationshilfen, Referenzwerte) zur Verfügung gestellt.

Die äußerst dynamische Entwicklung des Umlagenbereichs stellt die Gemeinden vor große Herausforderungen, da diese die finanziellen Spielräume der Gemeinden einschränkt. Der Praxisplaner für den Umlagenbereich bietet die Möglichkeit, anhand von verschiedenen Entwicklungsszenarien für die Umlagen die Auswirkungen auf das finanzielle Haushaltsgleichgewicht einer Gemeinde einzuschätzen. Szenarienberechnungen sind für die drei größten Umlagen –die Sozialhilfe-, die Krankenanstalten- und die Landesumlage– möglich.